Passe ich in diese Welt? – Wenn Angst krankhaft wird

Wenn Angst krankhaft wird

Der Puls rast, die Knie wackeln, Schweißperlen bilden sich auf der Stirn und die Luft scheint knapp zu werden:

Angst, ein Gefühl mit dem wir alle vertraut sind, etwa in Situationen, die Unbehagen in uns auslösen, die ungewohnt sind, wir schwierige Dinge schaffen müssen, schwere Entscheidungen treffen, oder vor einer Gruppe von Menschen sprechen müssen. Es ist wohl eines der unangenehmsten Gefühle, die wir wahrnehmen können. Jedoch ist Angst auch ein äußerst wichtiges Gefühl, dem wir Menschen im Laufe unserer Evolution nicht selten unser Leben zu verdanken hatten, und ohne das es uns heute vermutlich nicht geben würde. Denn Angst ist vor allem erst einmal eins: ein Schutzmechanismus. Doch was ist, wenn dieses Gefühl ein ständiger Begleiter ist, auch in Momenten in denen eigentlich gerade kein Schutz benötigt wird?

Wann ist Angst zu viel Angst? Wann wird hört sie auf, ein gesunder Schutz zu sein, und wird krankhaft? Stell dir vor, jedes Mal wenn du raus gehst, in einer Gruppe von Menschen bist, oder jemand mit dir Small Talk führen will, fühlst du dich, als würdest du vor einem Publikum stehen, welches alles kritisiert, was du tust und sagst, bis ins Detail. Und jeden Moment könntest du etwas falsch machen und von der Kritik der anderen innerlich völlig zerstört werden. Und anstatt zu helfen, nur das «Richtige» zu tun und sagen, blockiert dieselbe Angst dann zusätzlich auch noch deine Gedanken und plötzlich fällt dir nichts ein, was du sagen könntest. Stattdessen stehst du nur da, erstarrt und hoffst, dass alles schnell vorüber geht und du in Zukunft so wenig Interaktionen haben musst wie nur möglich.

Dieses Denken und Verhalten wird «Soziale Phobie» genannt, von der auch ich betroffen war, noch immer bin und womöglich zumindest zum Teil immer sein werde. Anzeichen gab es bereits mein Leben lang. Seit ich denken kann, war ich schon immer als «schüchtern» bekannt. Beispielsweise habe ich die erste Zeit im Kindergarten mit den Erzieherinnen ausschließlich nur geflüstert, und selbst das nur mit viel Mut. Doch ich habe dennoch meinen Weg gemeistert, konnte jahrelang normal zur Schule gehen, und anschließend erfolgreich eine Ausbildung abschließen.

Doch in all dieser Zeit wurde nach und nach immer deutlicher, dass ich mit einigen Problemen zu kämpfen hatte, bis ich irgendwann schließlich an einen Punkt kam, an dem ich das Gefühl hatte, dass gar nichts mehr richtig funktionierte, und ich Hilfe brauchte. Davor allerdings, hatte ich mich (zumindest bezüglich meiner Geistigen Gesundheit) immer für recht «normal» gehalten, wollte Dinge gut können, so wie alle anderen und gar nicht darüber nachdenken, was wirklich hinter einigen Schwierigkeiten stecken könnte, die ich damals noch versuchte, zu ignorieren.

«Ich muss mich einfach zusammenreißen, aufhören faul zu sein und mich endlich mal was trauen!»

Dass es für manche Menschen eine Diagnose namens «Sozialphobie» gab, war mir bereits bewusst, doch, dass eben diese Diagnose auf mich ebenfalls zutreffen könnte, kam mir lange Zeit nicht in den Sinn. «Bloß weil man manchmal etwas schüchtern ist, heißt das doch noch nicht gleich, dass man eine psychische Krankheit hat!», dachte ich mir, «Ich muss mich einfach zusammenreißen, aufhören faul zu sein und mich endlich mal was trauen! Dann wird das schon von selbst kommen.» Mit dieser Einstellung begann ich also meine erste Ausbildung als Sozialassistent.

Der Plan war, zuerst diese zwei Jahre zu absolvieren, und anschließend direkt die Erzieherausbildung zu beginnen, um später mit Kindern, gerne aber auch mit psychisch erkrankten Jugendlichen oder sogar Erwachsenen zusammenzuarbeiten. Ich war immer schon ein empathischer Mensch. Mich in andere einfach hineinversetzen zu können, war bereits schon als Kind eine Selbstverständlichkeit für mich. Woher diese Eigenschaft stammt weiß ich bis heute nicht, aber ich bin froh, dass ich sie besitze. Deshalb schien mir ein sozialer Beruf als die sinnvollste Entscheidung und die beste Möglichkeit,
meine Empathie einzusetzen. Mir war bewusst, dass ich Schwierigkeiten mit «Schüchternheit» hatte, aber das würde sich sicher legen, je mehr Erfahrungen ich machen würde, … dachte ich. Doch das Gegenteil trat ein.

Bereits mein erstes Praktikum, welches ich in einem Grundschulhort absolvierte, war ein komplettes Disaster, nicht einmal zwingend aufgrund des Umgangs mit den Kindern, welche mich sehr mochten, viel mehr jedoch aufgrund der Kollegen. Wieder und wieder kamen Sätze, die (zumindest anfangs noch) gut gemeint waren, «Tipps» wie ich mein Auftreten verbessern könne, dass ich lauter sein müsse, spaßiger aber auch strenger sein sollte, generell jedoch vorallem eins: extrovertierter. Unter all den Ratschlägen (welche nach und nach mehr wie Forderungen klangen) gab es einen Satz, den ich noch sehr oft hören würde: «Du musst aus dir rauskommen.» Anfangs verstand ich nie, was damit gemeint war.

Irgendwann sind Selbstzweifel ein stetiger Begleiter

Warum wird davon ausgegangen, dass in mir irgendwo noch eine total andere Seite verborgen sein muss? Ist denn jeder in Wahrheit extrovertiert, ohne es zu wissen und muss nur dazu gebracht werden? Kann ich nicht einfach ein ruhiger Mensch sein, der einfach nur dann lebhaft ist wenn ihm auch wirklich danach ist? Bin ich nicht normal und gut genug so wie ich bin? Ratschläge wie diese sind oft (aber auch nicht immer) nett gemeint. Andere wollen einem eigentlich nur mehr Selbstbewusstsein zusprechen, doch was sie mir unbewusst wirklich sagen ist, dass ich einfach so wie ich jetzt bin, noch nicht den Erwartungen der anderen entspreche. Und dabei spreche ich nicht nur vom Rahmen des sozialen Berufsfeldes, sondern unserer Gesellschaft an sich.

Es wird sich gewünscht, dass ich mich mehr extrovertiert verhalte, doch das bin ich von Natur aus einfach nicht. Und je mehr ich versuche, mich zu zwingen, anders zu sein und mich dabei viel zu weit aus meiner eigenen Komfortzone begeben muss, desto unangenehmer wird es mir, desto mehr stehe ich unter Druck, desto stärker werden die bereits bestehenden Hemmungen und desto stärker die Soziale Phobie. Es ist ein Kreislauf, den ich lange Zeit nicht durchbrechen konnte, da er mir selbst nicht bewusst war. Und so verschlechterte sich meine Verfassung im Laufe der Ausbildung mehr und mehr.

Mein erstes Praktikum, von dem ich dachte, dass ich durch Erfahrungen bestärkt werden könnte, verließ ich in Tränen, nach einem Abschlussgespräch indem sich noch einmal auf jede einzelne meiner Unsicherheiten mit aller Kraft draufgestürzt wurde, und ich mir zusätzlich «Kritiken» anhören durfte, die absolut nicht fair waren. (So viel zum Thema «Sozial».) Und zwar waren meine anschließenden Praktika deutlich besser, harmonisch und sogar mit guten Beurteilungen, doch meine Probleme im menschlichen Umgang blieben gleich, und bereits vor Abschluss der Ausbildung war mir klar, dass ich dem Arbeiten im sozialen Berufsfeld nicht standhalten könnte. Etwa zu diesem Zeitpunkt wurde ich dann auch erstmals von Psychologen mit der Diagnose «Soziale Phobie» vertraut gemacht, und als ich mich genau darüber informierte, welche Symptome dazugehörten, gestand ich mir nun endlich ein, dass auch ich einer der Betroffenen war.

Wenn Gedanken durch Angst krankhaft werden

Nachdem ich meine Prüfungen dennoch erfolgreich bestanden hatte und den Abschluss in der Hand hielt, stand ich nun also da, ohne Plan was als nächstes kommen könnte. An jeder Ecke sah ich plötzlich die Gefahr, mit meinen immer stärker gewordenen Schwierigkeiten konfrontiert zu werden, und jede Idee bezüglich eines eventuellen neuen Berufes war sofort gefolgt von Angst. Allein schon der Gedanke, mich dem Arbeitsleben und all seinen Forderungen aussetzen zu müssen, löste in mir ein körperliches Gefühl aus, welches ich nur beschreiben kann als: «Lauf, lauf so schnell du nur kannst!»

Irgendwann kamen in den düstersten Momenten dann auch Gedanken auf, wie:

«Was, wenn ich es nie schaffen werde, ein normales Leben zu führen?»,
«Was, wenn ich mir deshalb nie meine Träume erfüllen kann, und mein Leben lang unglücklich bleibe?»,
«Was soll ich dann überhaupt noch hier?»,
«Vielleicht passe ich einfach nicht in diese Welt, und werde es auch nie.»


Doch zum Glück war ich immer mehr wütend als traurig über meine Umstände, und der Wille, für Besserung zu kämpfen gewann gegenüber dem Gedanken, aufzugeben, auch wenn es nicht immer ein leichter Kampf war. Doch noch wusste ich nicht, wie ich die Dinge verbessern konnte. Und je mehr Zeit verging, desto größer wurde auch der Druck von außen:

«Alle anderen müssen auch arbeiten.»
«Du musst dich nur trauen, die Selbstsicherheit kommt von selbst!»
«Du bist nur faul.»
«Willst du dein Leben lang arbeitslos bleiben?»
«Was sollen die Leute von dir halten?»
«Warum bist du nur so?»

Und so verging ein Jahr ohne Arbeit, in dem ich mir bei vielen jedes bisschen Verständnis hart erkämpfen musste. «Was machst du jetzt eigentlich beruflich?» war die große Frage, vor der ich Angst hatte. Jedes Mal wenn ich beispielsweise jemanden traf, den ich eine Weile nicht gesehen hatte, wusste ich, es ist nur eine Frage der Zeit bis diese Frage gestellt werden würde, häufig bereits als eine der ersten. Und dann käme ich ins Stolpern, unter dem Druck, meine Situation irgendwie so klingen zu lassen, als hätte ich doch einen Plan, um bloß weitere verurteilende Blicke zu vermeiden. Denn wer arbeitslos ist, wird in unserer Gesellschaft leider sehr schnell als faul abgestempelt. Doch ist das wirklich das, was so viel über den Wert einer Person aussagen soll? Wie produktiv für den Arbeitsmarkt jemand ist?

Meine Psychologin, zu der ich bereits seit einiger Zeit vor dem Abschluss meiner Ausbildung regelmäßig ging, empfahl mir zu dieser Zeit wieder und wieder, einen stationären Aufenthalt in einer psychiatrischen Einrichtung in Erwägung zu ziehen. Ich war bereits seit langer Zeit offen für diese Idee (wegen sozialen Ängsten, jedoch auch aufgrund anderer psychischer Probleme, mit denen ich im Laufe meines Lebens bereits zu kämpfen hatte, darunter Zwangsgedanken und Derealisation), doch der Gedanke, dies auch wirklich durchzuziehen machte mir dennoch Angst. Denn das würde bedeuten, anderen aber auch sich selbst zu gestehen, wie ernst die Lage eigentlich wirklich ist.

Und dann taten sich neue Perspektiven auf

Als mir vom Arbeitsamt zur gleichen Zeit eine berufliche Reha Maßnahme empfohlen wurde, entschied ich mich also lieber erst einmal dafür. Zwar standen viele dem ebenfalls noch skeptisch gegenüber, und auch ich war mir anfangs unsicher, doch nach kurzer Zeit dort wusste ich für mich selbst, dass dies die richtige Entscheidung gewesen war. Auf einmal war ich umgeben von Leuten, die jede meiner Schwierigkeiten ernst nahmen, berücksichtigten und bereit waren, mich fachgerecht zu unterstützen. Erstmals war ich in einem Umfeld, in dem die Tatsache, dass meine Diagnose völlig valide ist, eine Selbstverständlichkeit war, ich andere Menschen mit gleichen oder ähnlichen Problemen kennenlernte und ich mich nicht mehr länger so fühlte, als müsse ich wieder und wieder erst beweisen, dass mir vieles wirklich so schwer fiel, wie ich behauptete.

Hier war niemand mehr, der meinte ich solle aus mir rauskommen, offener werden, mich einfach mal trauen, niemand der mich belehren wollte (auch wenn es gut gemeint war) oder von oben auf mich herabredete. Vorher hatte ich zwar auch Freunde, Familienmitglieder und Therapeuten bei denen dies der Fall war, doch insgesamt waren diese positiven Verhältnisse vor der Maßnahme dennoch eher eine Seltenheit gewesen. In diesem neuen Umfeld jedoch, in dem ich endlich ein Gefühl der Sicherheit fand, hatte ich endlich die Chance zu wachsen. Nach und nach machte ich kleine Fortschritte, bekam positives Feedback und wurde selbstsicherer in meinem Auftreten und meinen Entscheidungen. Und mit der Zeit brauchte ich weniger Hilfe, traute mir mehr zu und wurde insgesamt glücklicher und auch lockerer.

Natürlich gab es auch Rückschläge und Tage an denen es mal gut und wieder weniger gut klappte, dies ist zu erwarten. Doch insgesamt begannen sich die Dinge dennoch endlich zum Positiven zu entwickeln. Werde ich deshalb aber jemals ein extrovertierter Mensch werden? Ich denke nicht. Und das ist auch völlig in Ordnung so. Es ging auch darum zu lernen, dass es okay ist, einfach ein ruhiger Mensch zu sein und wenn mir gerade einfach nichts einfällt, was ich sagen soll, ich auch nicht unbedingt etwas sagen muss und mir deshalb also keinen Druck machen muss. Auch habe ich mehr und mehr realisiert, dass Selbstbewusstsein oft auch einfach nur eine Sache des «Vortäuschens» ist.

In Wahrheit bemerken andere Leute die eigene Unsicherheit viel seltener, als man denkt. Denn Tatsache ist, die meisten Menschen sind ebenfalls viel mehr auf ihr eigenes Auftreten fokussiert, denn sie sind oft nicht weniger unsicher als du. Und wenn du deshalb einmal spürst, dass du «damit davongekommen» bist, ohne dass dein Gegenüber deine Unsicherheit bemerkt hat, und die Interaktion erfolgreich funktioniert hat, ist man beim nächsten Mal automatisch etwas weniger ängstlich.

Der Weg zur Besserung kann ein langer Prozess voller Erfolge, Misserfolge und sehr viel Selbstreflexion sein

All diese Dinge lernt man jedoch nicht gleich nach ein paar Mal Ausprobieren, oder indem man einmal erleuchtende Sätze hört und sie automatisch auf sein eigenes Leben anwenden kann. All dies ist ein langer Prozess voller Erfolge, Misserfolge und sehr viel Selbstreflexion. Und jeder Weg zur Besserung ist unterschiedlich. Einige der Dinge die mir persönlich geholfen haben, könnten für jemand anderen eventuell das Gegenteil tun. Beispielsweise die Sache mit dem «Selbstbewusstsein vortäuschen», manch einer würde sich hierbei eventuell zu viel Druck machen, selbstbewusst zu wirken, was die soziale Phobie zusätzlich verschlimmern könnte.

Wie genau ich es letztendlich geschafft habe, kann ich selbst nicht einmal vollständig beantworten. Und ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass ich bereits alle meine Schwierigkeiten gut meistern kann, es liegt definitiv noch ein langer Weg vor mir, bis ich meinen Ängsten ihre ganze, oder zumindest einen großen Teil ihrer Kraft nehmen kann. Aber ich bin auch stolz auf was ich bisher schon gemeistert habe. Heute kann ich mit neuen Menschen (wenn auch teils noch mit einigen Hemmungen) in Kontakt treten, kann an der Kasse bezahlen, ohne vorher in der Reihe einen gefühlten Nervenzusammenbruch zu haben, kann Fremde nach dem Weg fragen, kann alleine in einen Bus, Zug oder die Straßenbahn einsteigen und mehr… Letztendlich stellte sich heraus, dass dieser Satz mit dem «sich nur etwas trauen, und das Selbstbewusstsein kommt nach und nach von selbst» gar nicht komplett falsch war, jedoch gehörte für mich, wie auch für viele andere, eben einfach auch noch mehr dazu. Hätte ich nicht die nötige Unterstützung bekommen, in einem Umfeld ohne Druck und Vorurteile (+ Therapie), denke ich nicht, dass ich heute schon an dem Punkt wäre, an dem ich jetzt bin.

Heute weiß ich, dass ich bei weitem nicht alleine mit meinen Problemen war und bin, dass mich dies nicht zu einem «unnormalen» oder weniger wertvollen Menschen macht, und ich auch nicht alleine damit klarkommen muss.

Um Hilfe zu bitten ist nichts, wovor man sich scheuen muss. Es ist ok, wenn man zuerst Hilfe braucht, um zu dem Punkt zu kommen, an dem man sich selbst helfen kann. Und um Hilfe zu bitten bzw. sie zu brauchen, macht einen nicht schwach. Doch dies waren Sätze, die auch ich schon vorher gehört hatte, und dennoch hat es lange gedauert, bis ich selbst bereit war, zuzugeben, dass ich Hilfe brauchte. Dass es Menschen mit Sozialer Phobie gab, wusste ich zwar, doch wieder und wieder habe ich mir gesagt, dass ich davon nicht betroffen bin. Aber warum? Ich wollte nicht «einer von den Über-Sensiblen» sein, als den ich ohnehin schon oft abgeschrieben wurde, wollte «stark bleiben» und funktionieren, «wie die anderen auch». Und das obwohl ich eigentlich schon immer ein großer Unterstützer von Therapie und Offenheit gegenüber psychischen Problemen war.

Ich habe Erfahrungen mit Therapie seit meinem 6. Lebensjahr, und hatte auch in sozialen Medien regelmäßig mit Themen über geistige Gesundheit zu tun, dennoch hatte auch ich zu der Zeit noch falsche Vorstellungen und Vorurteile. Das zeigt, wie tief verankert diese Dinge nach wie vor in unserer Gesellschaft sind, und noch viel getan werden muss. Heute bin ich froh zu sehen, dass mehr und mehr darüber gesprochen wird, und es (zumindest an einigen Stellen) aktiv Bemühungen nach mehr Inklusion psychisch Erkrankter gibt. Doch es liegt noch ein langer Weg vor uns, bis wir vielleicht irgendwann in einer Welt ankommen, in der Offenheit über psychische Probleme nicht nur keine große Sache mehr ist, sondern wir vielleicht sogar daran arbeiten können, eine Welt zu schaffen, in der durch sie verursachte psychische Probleme erst gar nicht mehr entstehen.

Das klingt jetzt vielleicht noch wie utopische Wunschvorstellungen, doch wenn ich mir unsere heutige Welt ansehe, gibt es ebenfalls bereits Veränderungen, die Menschen vor ein paar Jahren vermutlich auch nie für möglich gehalten hätten. Also wer weiß, vielleicht überraschen wir uns ja, oder vielleicht auch nicht. Aber ob wir enttäuscht werden, oder nicht, liegt allein an uns selbst, jedem einzelnen von uns, der dazu beiträgt. Ich, jedenfalls, werde bei jeder sich bietenden Gelegenheit im Alltag immer mein Bestes tun, meinen eigenen Teil hierfür zu leisten.

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